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FTP-Zugang

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Was ist FTP überhaupt?

FTP steht für File Transfer Protocol – auf Deutsch: ein Übertragungsweg für Dateien. Stellt es Euch wie einen Datei-Manager vor, der nicht auf Euren lokalen Computer schaut, sondern auf Euren Webserver. Ihr könnt damit Dateien hochladen, herunterladen, umbenennen oder löschen – genauso wie Ihr das von Windows Explorer oder dem Mac Finder kennt, nur eben für Eure Website.

Für den Zugang benötigt Ihr ein FTP-Programm (auch FTP-Client genannt) sowie die Zugangsdaten, die Ihr von uns erhalten habt.

Eure Zugangsdaten im Überblick

Für die Verbindung zu unserem Server benötigt Ihr folgende Angaben:

  • Server/Host: Eure Domain ohne www, http oder ftp – also z. B. meinedomain.de
  • Benutzername: von uns mitgeteilt oder von Euch angelegt
  • Passwort: von uns mitgeteilt oder von Euch angelegt
  • Protokoll: FTP mit TLS/SSL (auch „FTPS“ genannt)
  • Port: 21

Falls Ihr Eure Zugangsdaten nicht mehr findet, meldet Euch einfach über unser Ticketsystem – wir senden sie Euch erneut zu.

Welches FTP-Programm soll ich nehmen?

Es gibt eine Reihe guter, kostenloser FTP-Programme. Für den normalen Einsatz – also Dateien per Drag & Drop hochladen oder ersetzen – reicht jedes der folgenden völlig aus.

Windows

  • FileZilla (kostenlos)
    Der Klassiker – weit verbreitet, gut dokumentiert und auf Deutsch verfügbar. Einfache Oberfläche mit zwei Fenstern: links Euer Computer, rechts der Server. Dateien einfach rüberziehen, fertig.
  • WinSCP (kostenlos)
    Ebenfalls sehr beliebt unter Windows. Wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Datei-Explorer und ist damit besonders intuitiv für Einsteiger. Unterstützt FTP mit TLS/SSL.
  • Core FTP LE (kostenlos)
    Schlanke Alternative ohne große Extras – gut für alle, die einfach nur Dateien übertragen möchten.

macOS

  • FileZilla (kostenlos)
    Auch für den Mac verfügbar und genauso einfach wie die Windows-Version. Empfehlenswert, wenn Ihr auf beiden Systemen arbeitet, da die Oberfläche identisch ist.
  • Cyberduck (kostenlos / optionale Spende)
    Sehr schicke, Mac-typische Oberfläche. Cyberduck integriert sich gut in macOS und unterstützt neben FTP auch viele weitere Dienste. Beliebt bei Designer:innen und kreativen Berufen.
  • Mountain Duck (kostenpflichtig, ca. 39 $)
    Für alle, die den Server wie ein lokales Laufwerk im Finder einbinden möchten. Der Server erscheint einfach als Ordner auf dem Schreibtisch – sehr komfortabel.

Linux

  • FileZilla (kostenlos)
    Auch unter Linux zuhause. Über den Paketmanager der jeweiligen Distribution oder direkt von der Website erhältlich.
  • Nautilus (GNOME Dateien) (kostenlos, ggf. bereits installiert)
    Wer GNOME nutzt, kann FTP-Verbindungen direkt im Dateimanager über „Mit Server verbinden“ herstellen – ohne zusätzliche Software.

Unsere Empfehlung für die meisten Kunden: FileZilla – kostenlos, für alle Betriebssysteme verfügbar und leicht zu bedienen.

Schritt für Schritt: So stellt Ihr die Verbindung her (am Beispiel FileZilla)

  1. FileZilla herunterladen und installieren
    Ladet FileZilla von filezilla-project.org herunter. Achtet darauf, nur den FileZilla Client herunterzuladen (nicht den Server).
  2. Programm öffnen
    Startet FileZilla. Ihr seht oben eine Leiste mit den Feldern Server, Benutzername, Passwort und Port.
  3. Zugangsdaten eingeben
    Tragt dort Eure Domain als Server ein (z. B. meinedomain.de), dazu Benutzername, Passwort und den Port 21.
  4. Verbinden
    Klickt auf Verbinden (oder drückt Enter). Beim ersten Verbindungsaufbau erscheint möglicherweise ein Hinweis zum Sicherheitszertifikat – bestätigt diesen mit OK bzw. Vertrauen.
  5. Ihr seid drin
    Links seht Ihr Euren Computer, rechts den Webserver. Navigiert auf beiden Seiten in den richtigen Ordner und zieht Dateien einfach von links nach rechts – fertig.

Wichtige Hinweise

  • Dateien ersetzen: Wenn Ihr eine bestehende Datei ersetzt (z. B. ein Bild), achtet darauf, dass der Dateiname exakt gleich ist – inklusive Groß-/Kleinschreibung und Dateiendung.
  • Vorsicht beim Löschen: Gelöschte Dateien auf dem Server lassen sich nicht einfach wiederherstellen. Im Zweifel lieber vorher eine lokale Kopie anlegen.
  • Nicht im WordPress-Backend arbeiten und gleichzeitig per FTP: Beides gleichzeitig kann zu Konflikten führen. Besser: erst das eine, dann das andere.
  • Verbindung trennen: Nach der Arbeit einfach auf Server > Verbindung trennen klicken – das ist gute Praxis, aber kein Muss.

Funktioniert die Verbindung nicht?

Prüft bitte zunächst Folgendes:

  • Sind Benutzername und Passwort korrekt eingegeben (auf Groß-/Kleinschreibung achten)?
  • Ist der Port auf 21 gesetzt?
  • Habt Ihr die Domain ohne „www“, „http://“ oder „ftp://“ eingetragen?
  • Blockiert eine Firewall oder ein VPN die Verbindung? Versucht es ggf. ohne VPN.

Falls es weiterhin nicht klappt, schreibt uns ein Ticket über fgr.design/tickets – mit einem kurzen Screenshot der Fehlermeldung aus FileZilla beschleunigt Ihr die Lösung erheblich.

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